20. März 2011
ACT setzt die rechtlichen Beratungen für Theaterschaffende fort, die von zwei Vertrauensanwälten begleitet werden. Die Finanzierung ist für die nächsten Jahre allerdings ungewiss, da die Schweizerische Interpretengenossenschaft (SIG) ihre Unterstützungsstrategie überdenken muss und die Geschäftsbesorgungsverträge mit den Kulturverbänden gekündigt hat. Die weiteren bestehenden Dienstleistungen wie der Theater-Videofonds, die Treuhandstelle, der Newsletter und die verschiedenen Vergünstigungen werden ebenfalls nach wie vor angeboten.
Neu projektiert ist theaterkritik.ch, eine Website, auf der Theateraufführungen aus der Freien Szene, dem Stadttheater und der Kleinkunst besprochen werden. Ziel ist es, die kritische Auseinandersetzung mit Theaterprojekten zu fördern. Weiter möchte ACT seinen Mitgliedern eine Plattform bieten und wird 2011 am Projekt „Online-Mitgliederkatalog“ weiterarbeiten. Die Überarbeitung der Broschüre „Sicherheit im freien Fall / Assurer l’indépendance“ wird im Winter 2011/12 fertiggestellt und an Mitglieder und Interessierte verschickt. 2011 soll auch die Arbeit an einer Produktionsbroschüre fortgeführt werden. ACT verfasst ausserdem bei Bedarf Merkblätter im Bereich der sozialen Sicherheit, die auf www.a-c-t.ch zu finden sind.
2011 wird ACT in der Theater-Tanzlobby mitarbeiten, in der alle Bühnenverbände zusammengeschlossen sind. An der Sitzung im Dezember 2010 haben die Berufstheaterverbände der Schweiz beschlossen, in einem gemeinsamen Prozess Möglichkeiten und Wege einer engeren und besseren Zusammenarbeit zu entwickeln. Dieses Projekt „Perspektiven Berufstheater“ hat zum Ziel, den Bühnenkünsten mehr politisches Gewicht zu geben und den Mitgliedern zusätzliche Dienstleistungen anbieten zu können. Dieser auf zwei Jahre angelegte Prozess wird mit Hilfe einer externen professionellen Organisationsentwicklung seriös geplant und durchgeführt. Das Bundesamt für Kultur hat dafür eine Finanzierung bewilligt.
ACT lobbyiert auch 2011 für die Interessen des Freien Theaters und im Verbund mit Partnerorganisationen (u.a. Suisseculture und dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund) für die die soziale Sicherheit von Kulturschaffenden. Im Zentrum stehen 2011 die Arbeitslosenversicherungsverordnung (insbesondere Art.12a), die Umsetzung des Kulturfördergesetzes und nach wie vor die freiwillige berufliche Vorsorge (BVG, Art.46).
Die Ausrichtung und die Finanzierung des Schweizer Theaterportals theater.ch wird 2011 geprüft. ACT hat dazu eine Arbeitsgruppe eingesetzt und eine Projektleitung engagiert, die bis zum März 2011 alle erdenklichen Möglichkeiten prüfen wird, um theater.ch kostengünstig, aktuell, ansprechender und nutzerfreundlich zu gestalten um ihm – sollte der Bericht positiv ausfallen – im Herbst 2011 einen Neustart zu verschaffen.
Auf regionaler Ebene vertreten in Basel, der Zentralschweiz und in Zürich Arbeitsgruppen von ACT die Interessen von Freien Theaterschaffenden, wobei kulturpolitische Fragen, die Situation der Spielstätten oder beispielsweise neue Kulturleitbilder wie in Luzern Themen sein werden.
Die internationale Vernetzung wird hauptsächlich durch die Präsenz von ACT am IETM (Informal European Theater Meeting) erreicht, an dem 2011 wieder ein ACT-Mitglied teilnehmen kann.
Die Konsolidierung der Finanzen ist auch im Jahr 2011 zentral. Die Beiträge des Bundesamtes für Kultur bleiben für ACT die grösste finanzielle Stütze, ohne die das Freie Theaterschaffen nicht gefördert werden kann. Zudem werden bestimmte Dienstleistungen nach wie vor von Stiftungen gefördert und durch Mitgliederbeiträge unterstützt. Auf der Geschäftsstelle in Bern (130 Stellenprozente) wird es darum gehen, den soliden Berufsverband erfolgreich weiterzuführen. |